Copyright © Alle Rechte vorbehalten.  Nutzungsbedingungen | Impressum
www.rettet-maya.de
Startseite.Wer ist Maya?.Was bisher geschah.Bilder von Maya.Deine Meinung.Hinweise und Links.

Ich habe mich im September geäußert (nicht August), weil ich Maya auch erst im September alleine übernommen hatte. Aber hier will ich nicht kleinlich sein. Seit September, also der Trennung von meiner damaligen Partnerin, war ich alleine voll für Maya verantwortlich. Deshalb kam SOFORT bei Bekanntgabe an die Orga mein Hinweis, sie vielleicht ganz zu übernehmen. Ich habe also nicht erst Monate überlegt, was ich tun soll. Bis dahin war Maya einer der süßen Hunde, um die sich meine damalige Freundin immer wieder gekümmert hatte. Wir hatten immer viele Hunde im Haus, ein kommen und gehen.

Du schreibst „Wäre sie nicht so geworden wäre sie dann eventuell doch hergegeben worden ?“ Nun im Grunde bin ich als Pflegestelle doch angetreten, um sie bei einer Vermittlung abzugeben. Das ist doch der Sinn einer Pflegestelle. Das funktioniert doch eigentlich auch, zumindest, wenn eine Vermittlung innerhalb eines bestimmten Zeitraums vonstatten geht. Zweifel, sie abzugeben (weil man das als Pflegestelle eigentlich auch so tut) kommen erst mit der Zeit und sie werden größer und größer. Zweifel bedeutet, dass man das, was man eigentlich tun wollte in Frage stellt. Sobald die Beziehung so zusammenwächst, das ein Hund mir folgt, sobald ich den Raum wechsel, er zu mir gerannt kommt, wenn er Hilfe sucht. Mich „fragt“, wenn er nicht weiter weiß. Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich mir als Arschloch vorkommen würde, wenn ich eine Vermittlung zulassen würde und das müsste ich als Pflegestelle ja eigentlich tun. In der besagten Ausbildungswoche, waren wir Beide den ganzen Tag eng zusammen. Und genau hier ist das passiert und genau da, war mir klar, dass wir alles andere auch hinkriegen, weil das Wichtigste, nämlich eine funktionierende Mensch-Hund-Beziehung vorhanden ist. Und bitte bitte , jetzt keine Äußerungen wie „das sehe ich am ersten Tag, ob der Hund mich liebt“ Ich habe schon sooo viele Hund Mensch Paare gesehen, bei denen die Besitzer mienten, das ihr hund wunderbar hört, der Hund aber nur manchmal das getan hat, was der Besitzer wollte. Nämlich immer dann, wenn er (der Hund) gerade nichts besseres zu tun hat. Wenn mein menschlicher Partner mich ruft, weil er meine Hilfe benötigt und ich nur dann komme, wenn ich gerade nichts besseres zu tun habe, ist es was anderes, als wenn ich gerne zu meinem Parter gehe um ihm zu helfen, auch wenn ich gerade ein spannendes Buch lese. Im ersten Fall ist mein Partner austauschbarer, als im Zweiten.

Und ob Maya erst 100% meinen Vorstellungen entsprechen musste. Nein natürlich nicht. Interessant, dass man das so interpretieren kann, hatte ich nie so gesehen. Nein, nein, ich habe aber eine grundsätzliche Vorstellung von einem Zusammenleben. Ich denke das hat jeder.

Ob ich sie noch hergegeben hätte, wenn sie nicht so geworden wäre? Was für eine Frage! Worauf soll so eine Frage abzielen. Die sollte Jeder mal für sich selbst so ehrlich, wie möglich beantworten. Wenn mein Hund, den ich eigentlich nur bis zur Vermittlung bei mir aufnehme, mich nicht wahrnimmt, weil alles wichtiger ist als ich, wenn er vielleicht noch Kinder angeht, die bei mir leben und ständig ins Haus kotet. Würde ich den übernehmen oder würde ich denken, hoffentlich findet sich Jemand, der mit dem Hund zurecht kommt, mit dem der Hund eine funktionierende Beziehung aufbauen kann. Ja, wenn Maya und ich nicht zueinander gefunden hätten, hätte ich sie abgegeben, logisch, was soll so eine Frage?  Für mich ist Harmonie wichtig, ich will nicht die nächsten 15 Jahre Aufgaben lösen. Wenn das Jemand will, dann ist das für den doch auch in Ordnung. Ändert das etwas an meiner Zuneigung zu dem Hund wenn ich sage, dass wenn er ein ganz anderer gewesen wäre, ich ihn nicht behalten hätte? Nein ich würde keinen Bullmastif aus einem Tierheim übernehmen, weil ich eine andere Vorstellung von einem Hund und MEINEM Leben habe. Aber Maya hätte ich übernommen, weil wir zueinander passten.

 

Natürlich kann man als Mensch denken, "man, man, hätte die Entscheidung nicht ein bisschen eher kommen können?" Das Ziel dieser Orga ist es  Hunde zu "retten" und zu vermitteln. Es ist nicht zum Wohle des Hundes, wenn er dort, wo er als 2 1/2 jähriger Hund 17 Monate gelebt hat, einfach herausgenommen wird, um ihn zu einer Stelle zu geben, wo er wieder für eine gewisse Zeit "geparkt" wird, um ihn dann wieder woanders hin zu geben.

Ich habe für mich nicht den Anspruch, zu jedem Zeitpunkt, das Richtige zu tun. Ich bin ein Mensch, der Fehler machen kann, daraus lernt und beim nächsten Mal anders handeln würde. Ich bin nicht lernresistent.

Aber mal angenommen ich würde wieder als Pflegestelle antreten und einen Hund aufnehmen, um ihm die Zeit bis zu seiner Vermittlung so schön wie möglich zu gestallten, könnte es passieren, dass das Verhältnis im Laufe der Zeit, zu einer für mich untrennbaren Beziehung zusammenwächst. Das passiert aber erst mit der Zeit, denn ich bin ja angetreten als Pflegestelle.

Ich könnte also wieder zu spät reagieren. Es geht hier doch auch darum, wie Vereine mit einer solchen Situation umgehen sollten. Es geht hier um mächtige Emotionen. Es ist brutal so vorzugehen, dass in einem solchen Fall die Pflegestellen kein Vorkaufsrecht haben.

Klar ich kann auch die Verein verstehen, wenn soetwas häufiger passieren sollte. Aber es geht hier auch um Menschen und Emotionen und damit sollte man sensiebler umgehen.

In diesem Fall hätte uns Maya nicht weggenommen und weiter rumgereicht werden müssen.

 

Einige können sich nicht vorstellen, dass aus persönlichen Gründen seitens der Orga so gehandelt wurde. Ich konnte mir bisher auch sovieles nicht vorstellen. Mailt Hundepfoten in Not doch einfach mal an und frag nach warum sie Maya nicht bei mir gelassen haben. Seit Eure eigenen Journalisten. Seit kritisch und fragt bei Themen, die Euch interessieren nach. Fragt BEIDE Seiten. Die E-Mail Adressen des Vorstandes von Hundepfoten in Not, stehen auf deren Webseite. Fragen ist erlaubt und berechtigt, schließlich handelt es sich nicht um einen privaten Skartclub, sondern um eine Gemeinnützige Organisation des öffentlichichen Lebens. Ich kenne jedenfalls nur die Aussage der Frau G. und die hat gesagt, dass es was persönliches ist. Ich habe mir das nicht ausgedacht.

 

Es geht ja auch nicht nur darum, ob die Beteiligten einen Grund hätten, mein Handeln als etwas langsam zu bezeichnen. Ich gestehe ihnen ja zu, dass sie ein wenig verärgert sein dürfen, ich war es schließlich auch. Aber die Konsequenz daraus, mich mit Hilfe des Hundes zu bestrafen, gehört sich mal so gar nicht, für eine Tierschutzorganisation. Es geht bei der Tiervermittlung und der Tierrettung um Emotionen, dass muss doch gerade den Verantwortlichen dieser Orga klar sein. Das da auch mal ein unschönes Wort fallen kann ebenfalls. Ich muss als Vorsitzender einer solchen Orga aber die Fähigkeit besitzen, das Wohl aller Beteiligten zu berücksichtigen und nicht wie ein kleines Kind meine Machtposition ausnutzen, um Rache zu üben und zwar ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Rücksicht auf den Hund.

 

Meinungsverschiedenheiten hätte man an einem runden Tisch klären sollen und nicht durch ein trotziges, beständiges Nein, Nein, Nein.

 

Denn was ist eigentlich passiert? Da ist eine Pflegestelle, die zu einem unpassenden Moment sagt, dass sie den Hund behalten will und das nervt. Also bekommt sie den Hund auf keinen Fall, Strafe muss schließlich sein.

-Geschissen auf über ein Jahr finanzielle Unterstützung an Hundepfoten in Not, geschissen darauf, dass es dem Hund dort sehr gut geht. Strafe muß schließlich sein.

-Geschissen darauf, wie es dieser Pflegestelle, den Kindern der Pflegestelle geht, Strafe muß schließlich sein.

-Und geschissen darauf, was der Hund wieder durchmacht, auch wenn er sich irgendwann der neuen Situation anpassen wird.

-Ja, geschissen drauf, hätte er sich eher überlegen sollen. Jetzt kommt der Hund erstmal weg, soweit wie möglich.

 

Mal im Ernst. Ist das moralisch und verantwortungsbewusstes Handeln?

 

Rechtfertigt es, wenn ich auch mal Porsche fahren möchte, dass ich mir einen klaue? Rechtfertigt es, wenn ich Frust auf die Regierung habe, dass ich in einem Stadion voll Unbeteiligter eine Bolme lege? Rechtfertigt es um Jemanden eine Denkzettel zu verpassen, dieses mit Hilfe des Leides anderer Individuen durchzuziehen? Ich finde Nein.

 

Egal welche persönlichen Befindlichkeiten eine Rolle gespielt hatten, hier wurde weit übers Ziel hinaus geschossen. Und warum? Weil es ging. Und es wäre nie herausgekommen, wenn ich es nicht so laut gesagt hätte. Und was hätte die Orga gelernt? Das es das nächste Mal wieder klappt, weil es schon öfter geklappt hatte.

 

Bleibt in der Diskussion, denn es geht nicht nur um Maya und mich, es geht auch darum, wieviel Tierschutz, der Tierschutz eigentlich bietet. Fälle wie die von mir und Maya häufen sich. Willkür auch gegen das Wohl des Tieres sind keine Seltenheit. Nur weil Tierschutz dransteht, ist noch lange nicht Tierschutz drin. Die vielen, vielen Tierschutzorganistionen, in denen sich ein paar Leute zusammengerauft haben und helfen wollen, haben keine Kontrollinstanzen. Die einzige Kontrollinstanz sind wir, wir alle, die Öffentlichkeit. Und wir dürfen und müssen kritisch hinschauen, nicht nur Andere. Nicht nur Journalisten dürfen Mißstände aufdecken. Sie können helfen Diskussionen zu verbreiten. Wir alle dürfen Fragen stellen und an Themen dranbleiben. Viele können viel bewirken.

Das heißt natürlich nicht, dass alle Tierschutzvereine unseriös sind. Im Gegenteil. Ich glaube, dass die meisten angetreten sind, um wirklich zu helfen. Z.Bsp. Protectier, ein Verein, der sich nur um Hunde aus unserem Land kümmert. Um alle Hunde, nicht nur Rassehund. Wenn es aber in Bereiche kommt, in denen jedes Jahr über 600 Rassehunde vermittel/verkauft/verliehen werden (ja verliehen, dann das Eigentum erwirbt man meistens gar nicht), wenn dieselbe Person in mehreren Hundeportalen Hunde einer Rasse anbietet z.bsp. Hundepfoten in Not  und Setter in Spanien, dann kann es sein, dass das eigentliche Ziel, aus dem Blick gelaufen. Hier müssen wir ansetzen und zeigen, dass wir das sehen und diese Menschen wieder auf ihren eigentlichen Weg zurück bringen.

 

Tierschutz darf nicht nur eine Phrase sein und die Personen, die helfen wollen, sollten sich nicht darüber definieren.

Helfen ist selbstlos. Alles Andere ist nicht helfen! Uns Maya wegzunehmen hat nichts mit helfen oder Tierschutz zu tun, es hat mit dem Gegenteil zu tun.

Ich habe mir deine Geschichte auf deiner HP durchgelesen und ich frage mich wie lange du noch gebraucht hättest dich für Maya zu entscheiden und zwar endgültig. Du schreibst bereits im August 2010 hast du geäußert, Maya zu behalten. Immer wurden aber neue Trainingsmethoden versucht, übernommen hast du sie aber in der ganzen Zeit nicht. Warum nicht ? Musste Maya erst zu 100 % so sein wie du dir das vorgestellt hast ? Wäre sie nicht so geworden wäre sie dann eventuell doch hergegeben worden ?

 

Verstehe mich bitte nicht falsch, aber deine Beschreibung auf der HP wirkt auf mich sehr lieblos. Maya ist ein Handycap Hund , sie ist in ihrer Erziehuns sicherlich als Jägerin nicht einfach, aber baue ich nicht gerade zu solch einem Hund eine besondere Bindung auf ? Freue ich mich nicht über jeden Fortschritt den sie macht ? Zeigt mir das nicht das dieser Hund zu mir gehört ? Was hat dich solange zögern lassen ??

Frage
Antwort