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Offener Brief

Offener Brief

 

Sehr geehrte Frau Greiwe

Sehr geehrte Frau Kunowski,

Alle Helfer von Hundepfoten in Not.

 

Alles, was in den letzten Monaten passiert ist, ist mit Ausnahme von Ihnen selbst und einigen mir unbekannten Personen, unbegreifbar.

Was ist eigentlich passiert?

Maya, ein tauber englischer Setter, kam Anfang April zu uns in eine Pflegestelle. Nach einer privaten Veränderung verblieb der Hund bei mir.

Maya war wild und unerzogen, hatte nur jagen im Kopf, in einer Ausprägung, die selbst für einen Setter extrem war.

Ich fing an mit Maya zu arbeiten, was gar nicht so einfach war, weil kaum eine Hundeschule Ahnung im Umgang mit tauben Hunden, geschweige denn mit jagenden, tauben Hunden hatte.

Fündig geworden bin ich im November – Dezember bei einer Verhaltenstherapeutin in Mühlheim.

Maya lernte sich im Freigang an mir, und nicht nur an Vögeln zu orientieren. Erste Versuche ohne Leine wurden möglich, jedoch war die Ablenkung noch zu interessant. Ein Sprühhalsband brachte keinen Erfolg, Strom lehne ich als Elektriker kategorisch ab, ich weiß, wie weh das tut.

Parallel zu den Einzelstunden habe ich Vorträge und Kurse besucht, und bin bei einem dieser Vorträge auf Nadine Matthews gestoßen, eine der besten Hundetrainerinnen Deutschlands. Sie erklärte mir, was möglich und machbar ist und wie ich zu Maya, durch viel Arbeit, gewaltfrei, eine Beziehung aufbauen kann, die ein Freilauf möglich machen kann.

Anfang April besuchte ich eine ihrer Ausbildungswochen. Das, was Maya und ich in dieser Woche erreicht haben, ließ einen Ausblick auf das zu, was möglich sein könnte.

Während der ganzen Zeit, gerade um Weihnachten herum, gab es vereinzelt Interessenten für Maya, die aber alle von ihrem Outdoor Verhalten abgeschreckt waren. Es bestand für mich keine Notwendigkeit vor dem besagten Wochenkurs definitiv zu erklären, Maya behalten zu wollen, bis dahin wollte sie ja auch kein Anderer.

Wie es der Teufel will, tauchten ausgerechnet zwei Wochen vor der Ausbildungswoche Interessenten auf, die Maya, ohne sie gesehen oder erlebt zu haben, direkt von der Website weg nehmen wollten. Genauso überraschend für mich, war Hundepfoten in Not ( Frau Greiwe ) sofort bereit Maya ohne Kennenlerntermin abzugeben. Die zwei Wochen bis zum Ausbildungstermin konnte ich hinauszögern. Nachdem dann klar war, was ich mit Maya alles erreichen konnte, bat ich diese Interessenten, sich doch einen anderen Hund auszusuchen, weil für mich klar war, dass ich Maya nach dieser Zeit des intensiven Zusammenlebens, behalten wollte.

Die Interessenten blieben unerklärlicher Weise stur, es kam nur dieser Hund in Frage, ein Hund, den sie noch nie gesehen hatten.

Maya war mittlerweile voll in unsere Familie integriert. Sie freute sich über Waldspaziergänge, sie spielte stundenlang mit unseren Kindern und den anderen beiden Hunden, sie hatte ihren Platz in unserer Familie gefunden und fühlte sich sichtlich wohl.

Ich hatte mit Ihnen ( Frau Greiwe ) telefoniert, an Ihr Mitgefühl appelliert, Ihre Vernunft, Ihr Gewissen, alles vergeblich. Obwohl Maya schon seit einem Jahr bei uns lebte, obwohl ich mich gesorgt, bemüht und viel Geld investiert habe, gab es kein Durchdringen. Sie haben die Macht der Entscheidung und an der wird nicht gerüttelt.

Keiner unserer Bekannten und Freunde konnte dieses Verhalten verstehen, keiner konnte nachvollziehen, warum Maya in eine andere, fremde Familie sollte. Nicht einmal der Richter oder ihre eigene Rechtsanwältin konnte Ihr Verhalten nachvollziehen.

Ein normales Gespräch mit Ihnen war nicht mehr möglich, es gab nur ein emotionsloses Argument: Das hätten sie sich eher überlegen müssen! Warum? Es war doch noch gar nichts passiert. Ein Interessent möchte einen Hund, eine Pflegestelle möchte nach einem Jahr des Zusammenlebens genau diesen Hund behalten, was gibt es da zu entscheiden? Auf der Website von Hundepfoten in Not tummeln sich unzählige englische Setter. Muss ein Interessent einen Hund bekommen, der längst ein zu Hause hat? Hat eine Pflegestelle nicht auf Grund ihres Engagements wenigstens ein Vorkaufsrecht?

Die Fronten verhärteten sich. Ich habe Maya nicht hergegeben, Sie (Hundepfoten in Not) beharrten auf die Herausgabe. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass der Interessent Maya schon lange nicht mehr wollte. Trotzdem wurde ein Anwalt eingeschaltet und Hundepfoten in Not, nein nicht Hundepfoten in Not, sondern Sie, Frau Greiwe, die sich für Hundepfoten in Not hält, wollte Maya herausklagen. Vor Gericht wurde verschwiegen, dass es gar keinen Interessenten mehr gibt,  dass Maya in eine andere Pflegestelle verschwinden soll, Hauptsache weg von mir. Es ging nicht mehr um Maya, es ging um etwas Persönliches, wie Sie ( Frau Greiwe ) später offen zugaben. Zur Befriedigung Ihrer persönlichen Rachegelüste mir gegenüber ( warum auch immer ) wurde Maya Mittel zum Zweck. Sie wurde für Sie zu einem Ding, mit dem Sie mir schaden wollen, ohne Rücksicht auf das Wohlbefinden des Hundes und ohne ( Ihre eigene Aussage )Rücksicht auf das Seelenheil der Pflegefamilie. Maya war eigentlich am Ende ihrer Reise, sie hatte ihre Familie gefunden, wenn Sie nicht etwas“ Persönliches“ hätten austragen müssen! Nun wird sie wohl zum Wanderpokal verkommen und von Pflegestelle zu Pflegestelle weitergereicht werden. Das ist der Tierschutz, den Sie sich groß auf die Fahnen geschrieben haben. Frau Konowski sagte mir in einem Telefonat: „ Sie, Herr Kasten, müssen mir nicht erklären, was Tierschutz heißt…“ Ich denke doch. Tierschutz kann nicht heißen, einen Hund aus seiner Umgebung zu reißen, ohne zu fragen, ob er draußen war, auf welche Sichtzeichen er hört, ob und was er gefressen hat, welche Vorlieben er hat oder persönliche Ding, die er mag. Sie haben Maya emotionslos mitgenommen, abgeführt. Der Hund war Ihnen egal, die Kinder, die das mit ansehen mussten auch und ich sowieso, wichtig war nur Ihr persönlicher Rachefeldzug.

Ich will nicht anmaßend sein, aber Sie haben ein ganz anderes Problem als mich.

Ich will nur Maya zurückhaben. Das ist das Beste für Maya und für uns. Niemandem ist gedient, wenn Maya eine Odyssee erlebt. Sie haben doch gewonnen. Ich muss eine Gerichtsprozess und zwei Anwälte bezahlen und ich werde auch für die taube Setterhündin weiter bezahlen. Sie müssen nicht noch Maya und unsere Kinder bestrafen. Wir möchten nur Maya wieder haben, dafür bin ich weiterhin gesprächsbereit.

 

Noch ein Wort zu Ihrer neuen Verkaufs-Beschreibung auf Ihrer Webseite, Maya wäre etwas dünn und sie hätte in Ihrer alten Familie nichts gelernt.

Maya kann Komm, Sitz, Platz und Bleib und das auch auf Entfernung. Sie kann Apport und läuft draussen ohne Leine bei Fuß, bei Bedarf auch einen kompletten Spaziergang lang. An der Langleine durfte Maya bei uns das machen, was die anderen Hunde im Freilauf dürfen, nämlich Hund sein. Maya hat ausgezeichnetes Fell und ist sportlich schlank. Ihre Hunde, Frau Greiwe sind dagegen ein klein wenig übergewichtig.

Hätten Sie sich für Maya interessiert, hätten Sie bei Abholung vielleicht gefragt, was Maya kann und wie die Sichtzeichen aussehen, die Maya gelernt hat. Sichtzeichen! Sie erinnern sich vielleicht, Maya ist taub. Nur weil Sie nicht wissen, was Sie tun müssen, heißt das nicht, dass Maya nichts kann.